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Disruptive Geschäftsmodelle

Noch nie war der Glaubensatz der IT «never change a running system» so falsch wie heute. Mag sein, dass er für manches Legacy-System noch zutrifft, für die Business-Strategie wäre er fatal. Denn dank Technologien wie der Cloud und der allgegenwärtigen Vernetzung der Anwender sind neue, disruptive Geschäftsmodelle blitzschnell auf dem Markt und verbreiten sich viral – ohne Vorwarnung. Man sieht sie quasi erst, wenn die Kunden schon weg sind.

Barbara Moser in Computerworld Swiss Leader Nr. 20/2015

Disruptive Geschäftsmodelle verbreiten sich viral. Man sieht sie quasi erst, wenn die Kunden schon weg sind. Klick um zu Tweeten

WIRED.de interviewt Matt Mullenweg

Vor der Veröffentlichung der jüngsten WordPress-Version am 8. Dezember sprach Mullenweg mit WIRED darüber, wie seine Software die nächsten 75 Prozent des Internets erobern will, warum WordPress der Ruf anhaftet, unsicher zu sein, und wie ein Open-Source-Projekt gegen kommerzielle Internetgiganten bestehen kann.

Morgen das ganze Web? WordPress-Gründer Matt Mullenweg im Interview: WordPress kann ein Betriebssystem für das Internet werden, sagt sein Gründer.

Was wir als Community schaffen können, ist weit besser als alles, was ein Programmierer oder ein Unternehmen für sich allein fertig bringt. Weil es auf viele unterschiedliche Einsichten und Ideen aufbauen kann.

WordPress an sich ist ausgesprochen sicher. Aber wenn Sie an die Analogie mit dem Mieten und Hausbesitzen zurückdenken: Manche Leute schliessen die Türen nicht richtig ab.

Ich möchte den Rest meiner Tage damit verbringen, WordPress zu verbessern, weil ich glaube, dass die Welt und das Web eine Open-Source-Plattform verdienen, die jeder von uns nutzen kann.

Es ist ja nicht so, dass ich auf irgendeinen Berg klettere und am Ende mit Steintafeln zurückkomme, auf denen steht: „Dies ist die Zukunft von WordPress.“

Ich bin fest davon überzeugt: Wenn WordPress seine Mission erfüllt, jedem Menschen auf der Welt eine Stimme zu geben, dann können wir die Welt verbessern. Das Gleichgewicht wird sich zugunsten der Menschen verschieben, sodass sie genauso viel zu sagen haben wie Medien, Regierungen und Grosskonzerne. Das ist die Welt, in der ich leben will.

Das ganze Interview auf WIRED.de. (Drupal ;-))

WordPress 4.4 ist da

WordPress 4.4 ist heute termingerecht veröffentlicht worden.

Als erstes erfuhr ich das vom Hosting-Anbieter SiteGround:

Was ist neu?

Die offiziellen Release-Notes befinden sich hier: https://codex.wordpress.org/Version_4.4 (eher entwicklerorientiert) oder auf wordpress.org für Anwender.

  • Ein neues Standard-Theme TwentySixteen.
    Das Theme war schon einige Zeit im Repository verfügbar. Es ist nicht besonders spektakulär anzuschauen, sondern orientiert sich an einem klassischen, beliebten Blog-Theme mit optionalem Header-Bild und rechter Sidebar. Es nutzt einige der neuen Möglichkeiten von WordPress 4.4 und setzt diese Version daher als Mindestanforderung voraus.
  • Responsive Bilder
    WordPress verhält sich nun cleverer beim Herunterladen von Bildern und lädt nur die dem Gerät bzw. der Auflösung, mit der es angeschaut wird, angepasste Version. Vollautomatisch! Aus Anwendersicht muss nichts konfiguriert oder angepasst werden. Sehr cool!
  • Weitere Embed-Provider
    Bisher konnte man schon diverse Kurz-URLs, zum Beispiel von YouTube, Facebook oder Twitter einfügen (siehe oben 😉 und WordPress erstellte automatisch einen integrierten Player bzw. eine schöne und funktionelle Vorschau. Dies geschieht jetzt bei noch mehr Anbietern, zum Beispiel beliebigen WordPress Posts oder VideoPress Videos (siehe unten).
  • „Unter der Haube“
    Für den normalen Nutzer von WordPress und Betreiber eines Blogs oder einer Webseite kaum wahrnehmbar, haben sich verschiedene technische Verbesserungen vollzogen. Der erste Teil der WordPress REST-API ist umgesetzt und integriert. Dadurch lässt sich WordPress via Software steuern. Es ist für Entwickler nun möglich (fast) die volle WordPress-Funktionalität in einer Software oder Web-Anwendung zu nutzen, die überhaupt nicht wie WordPress aussieht. Automattic präsentierte bereits eine Mac-Software namens Calypso, die davon Gebrauch macht.
    Daneben wurden interne Abfragen verbessert und sind zum Teil deutlich schneller geworden (zum Beispiel bei den Kommentaren). Ausserdem können Terms (wie Kategorien oder Schlagworte bzw. eigene Taxonomien) nun Meta-Informationen enthalten.

Alles in allem ein sehr gelungener Release, der eher wenige aber grossartige, zukunftsweisende Änderungen enthält. Gute Arbeit!

Danke Scott Taylor (Release Lead) und allen, die daran gearbeitet haben.