Australien 2016: Hinreise und Perth

Sonntag, 26. – 27. 06.2016 Hinreise

Nach der Verabschiedung von Tom und Charlotte am Zürcher Flughafen ging es los und zügig durch die Security, Passkontrolle und Shoppingmeile.
Vor dem Gate mussten wir noch geduldig warten um schliesslich unsere Premium Economy-Plätze im A380 der Singapur Airlines einzunehmen. Zwischen uns war niemand – es waren hier nur zwei – vier – zwei Sitze. Der befürchtete Unbekannte zwischen uns, gab es also nicht.


Nach über 12 Stunden Flug, die aber erstaunlich leicht vorbei gingen, landeten wir in Singapur. In diesem grossen und schönen Flughafen machten wir uns auf zum Gate für unseren Weiterflug nach Perth. Schilder zeigten uns regelmässig an, mit wie lange Fussweg wir zu rechnen hätten.

 

Wenn wir uns richtig erinneren, waren es am Anfang rund 40 Minuten. Noch eine Security-Kontrolle und das Ausfüllen eines umfangreichen Fragebogens (von dem wir erst im Nachhinein realisierten, dass wir bei unseren Reiseunterlagen eine Übersetzung davon hatten) kosteten auch noch etwas Zeit, so dass wir gar nicht lange auf unseren Weiterflug warten mussten. Die Boing 777 war nur zur Hälfte belegt. Wegen Turbulenzen verzögert sich aber das Servieren des Frühstücks etwas. Aber auch dieser Flug ging in weniger als 5 Stunden vorbei. Als wir zur Gepäckausgabe kamen hörten wir meinen Namen ausgerufen. Was genau gesagt wurde, verstanden wir nicht. Also gingen wir zum Schalter. Leider hätte es ein Koffer nicht ins Flugzeug nach Perth geschafft. Er sei in einem späteren Flug und werde direkt ins Hotel nachgeliefert. Nachdem wir Karins Koffer entgegen genommen haben und unseren Koffer genau beschrieben haben, ging es zur automatischen Passkontrolle: Pass in einen Leser legen, Kontrollbeleg entgegennehmen und diesen beim Ausgang einschieben. Bei Karin hat das geklappt. Bei mir hiess es, das Foto im Pass stimme mit dem, welches die Kamera hier geschossen hat, zu wenig überrein. Seltsam. Mein Microsoft Surface erkennt mich einwandfrei, selbst mit Brille auf, und logt mich ins Windows ein. Das habe ich später auch dem Beamten erklärt, aber der fand das, glaube ich, nicht so lustig. Das hat aber vermutlich nichts damit zu tun, dass wir auserwählt wurden, mit unserem Handgepäck von Drogenhunden beschnuppert zu werden. Fotografieren durfte ich das leider nicht.

Ein Hybrid-betriebenes Taxi (Toyota Prius), gefahren von einem gesprächigen, afghanischen Taxifahrer führte uns im Linksverkehr sicher – wenn auch mit ein paar energischen Bremsmanövern – zu unserem Hotel: Pan Pacific.

Montag, 27.06.2016, Perth, 1. Tag

Die Dame am Empfang erklärte uns, dass sie uns in ein refurbishedes Zimmer im 20 Stock upgegradet habe. Super!
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Das Internet hat zwar erst nach Telefonat mit dem Support angefangen zu funktionieren weil unser Familienname (der Teil des Logins war), falsch geschrieben wurde, dann aber tadellos.

Karin konnte ihre wichtigen Mails absenden.

Bei einem kurzen Abstecher in die Innenstadt, sind wir als Ortsunkundige, die zum ersten Mal frei lebende Papageien sehen und hören, wohl sofort aufgefallen. Der Besuch bei der Touristeninformation in der Fussgängerzone bestätigte, was uns bereits der Taxifahrer gesagt hat: Den Kings Park mit seinem botanischen Garten müssten wir unbedingt besuchen. Die Karte, welche wir hier erhielten war sehr nützlich.

In der Food-Mall assen wir thailändisch z’Nacht, nicht besonders gemütlich aber fein und vor allem warm. Denn die herbstliche Temparatur fühlte sich trotz Sonnenschein nicht wirklich sommerferienmässig an.

Zurück im Hotel, war mein Koffer noch nicht da. Nach einem Anruf durch den Concierge, der lange mit Wartemusik vertröstet wurde, hiess es, der Koffer sei angekommen und werde mit der letzten Tour um 18:00 abfahren.

Nach rund 40 Stunden unterwegs sein, mit kaum Schlaf, waren wir um 19:00 als der Kofferboy klingelte, bereits eingeschlafen.

Ich konnte den Koffer trotzdem schlaftrunken entgegennehmen und mir etwas Bequemeres zum Schlafen anziehen.

Als wir gegen 24:00 Uhr da nächste Mal aufwachten, meinten wir es sei Morgen. Glücklicherweise konnten wir aber noch einmal einschlafen und wirklich bis zum Morgen durchschlafen.

Dienstag, 28.06.2016, Perth, 2. Tag

Als ich erklärte ich würde gerne Joggen gern, war Karin sofort damit einverstanden. Das würde ihr ermöglichen, die Arbeit zu erledigen, damit sie nachher wirklich Ferien machen könne. Also googelte ich nach geeigneten Jogging-Strecken.
Auf der Physical Activity Taskforce Webseite, be active wa fand ich einen „Walking and Jogging Routes in the City of Perth“ pocket guide. Darin wurde eine Route vorgestellt, welche über die „Jacob’s Ladder“ führte, eine Treppe mit 242 Stufen, die wegen der spektakulären Aussicht über die City Skyline und den Swan River die Anstrengung auf jeden Fall wert sei.

Das fand ich auch. Die „Jacob’s Ladder“ selbst war zwar nicht besonders spektakulär. Von vielen Sportlern ist sie aber offenbar ein beliebter Trainingsplatz, denn es wimmelte hier nur so von auf- und abwärts joggenden Menschen. Oben angekommen, genoss ich zwar die Aussicht, sah aber vo rallem einen weiteren Aussichtspunkt zu dem ich unbedingt noch hin wollte. Hilfsbereit erklärte mir jemand den Weg dorthin, zu einer Aussichtsterasse im King’s Park. Herrlich. Auf dem Heimweg kam ich dann noch an einigen spektakulären Villen an der Mount Street vorbei und joggte auf einer Fussgängerbrücke über die achtspurige Autobahn.

Das war es wert. Kaum zurück im Hotel wechselte das Wetter und es begann heftig zu regnen.
Während des Nachmittags regnete es immer wieder, teilweise heftig. Wir fanden aber immer einen Ort zum Unterstehen oder zum hinein sitzen. Zuerst brachten uns die kostenlosen Busse „red cat“ und „blue cat“ zum „Tuck Shop Cafe“, wo wir z’Mittag assen und dann die „green cat“ zum King’s Park, wo wir im „Botanic Café“ einen Kaffe genossen. Die meiste Zeit im King’s Park war regenfrei.

Auf dem Nachhauseweg bewunderten wir noch den Bell Tower, in welchem bereits vor 17:30 die farbigen Lichter eingeschaltet waren.

Von hier begaben wir uns noch zum Woolworths St Georges Terrace. Glücklicherweise schliesst der nicht wie die anderen Läden bereits um 17:30. Als wir unserem Einkauf fertig hatten, war es draussen schon richtig dunkel, nicht weil wir so lange zum Shoppen benötigten, sondern weil es tatsächlich ab 17:30 schnell eindunkelte.